Digital Humanities Day Leipzig 2024

Alle Anwesenden konnten per eigens programmiertem Tool ihre Favoriten unter den vorgestellten Postern küren.

Poster-Preis

Der Poster-Preis ging an folgende Teams:

Gewinner-Teams des Posterpreises des DHDL24
von links: Beat Siebenhaar, Simon Oppermann, Uwe Kretschmer, Melanie Gruß, Philipp Sauer, Caroline Helm. Foto: B.Pfeiffer / SAW

Platz 1: Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist!

Felix Helfer, Thomas Eckart, Uwe Kretschmer, Martin Prell (alle SAW Leipzig, auf dem Gruppenbild vertreten durch Uwe Kretschmer, der auch das Poster gestaltete.)

Das Poster stellte eine Herangehensweise vor, um Namens- und Verwandschaftsbezüge in den bereits teilweise digitalisierten Texten der biographischen Schriften Goethes teil-automatisiert mit Datensätzen zu verlinken.

Goethes biographische Schriften sind Gegenstand des Propyläen-Projekts. In den Digitalisaten soll eine möglichst umfassende Zahl von Personen- und Ortsnennungen mit Einträgen der Stiftungsnormdatenbank so:fie verbunden werden, bestenfalls durch (semi-)automatische Verfahren. Das Poster widmet sich u.a. verschiedenen Teilproblemen des Entity Linking (Named Entity Recognition, Kandidatensuche und Kandidaten-Disambiguierung) und den jeweiligen Lösungsansätzen dafür.

Weitere Infos zum DH-Projekt (Website FDHL)

Erster Platz 2: Saxon Monophtongisation in Random Forests

Simon Oppermann und Beat Siebenhaar (Institut für Germanistik, Universität Leipzig)

Das Poster dieses Vorhabens beschreibt eine Herangehensweise, um die sprachlichen Veränderungen in Leipzig und allgemein in Ostmitteldeutschland messbar zu machen, genauer gesagt den Dialektabbau bei der Verwendung von Monophtongen (also z.B. das Wort "Beine" auf sächsisch wie "Beene" auszusprechen). Als geeignetes Langzeit-Korpus untersuchen die Wissenschaftler dabei die Langzeit-Zoo-Doku-Soap „Elefant, Tiger & Co.“, welche das Personal des Leipziger Zoos bei der Arbeit begleitet und seit 2003 wöchentlich im MDR ausgestrahlt wird.

Weitere Infos zum Projekt (Website FDHL)

Zweiter Platz 2: Archiv in Bewegung - Eine wachsende Datenbank für die darstellenden Künste der DDR

Philipp Sauer (SAW Leipzig), Melanie Gruß (Universität Leipzig), Caroline Helm (Universität Leipzig), Uwe Kretschmer (SAW Leipzig), Patrick Primavesi (Universität Leipzig), Franziska Naether (SAW Leipzig)

Das Tanzarchiv Leipzig, als ehemaliges Tanzarchiv der DDR, stellt eine der maßgeblichen Quellen zur Kulturgeschichte des Tanzes und tänzerischen Praxis in Ostdeutschland dar. Seit einem Jahr entwickelt das Vorhaben die technische Infrastruktur und ein geeignetes Datenmodell zur Erfassung der vielfältigen Bestände des Archivs, arbeitet exemplarisch Material zu ausgewählten Inszenierungen ein und reichert dieses mit Erfahrungswissen aus Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen an. Das Poster präsentiert das im ersten Projektjahr entstandene Datenmodell sowie Ausschnitte der Datenbank.

weitere Infos zum Projekt (FHDL)

Gesamtübersicht der Projekte

Programm mit Übersicht aller Projekte (FHDL)

Wer nicht beim DHDL24 dabei sein konnte oder sich dann alle Poster in Ruhe anschauen möchte, kann auf der Quocosa-Seite zur DHDL-Reihe Ausschau halten, denn dort werden sie in Kürze eingestellt.

Der jährlich stattfindenende Digital Humanities Day Leipzig ist eine Veranstaltung des Forums für Digital Humanities Leipzig gemeinsam mit der Leipziger Universitätsbibliothek und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.

Termine
Einladung: Kulturerbe Tanz in der DDR 22.01.2025 17:00 - 19:00 — Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Karl-Tauchnitz-Straße 1, 04103 Leipzig
Denkströme

Denkströme IconDas Open Access (Online-)Journal der Sächsischen Akademie der Wissenschaften:

www.denkstroeme.de

Diffusion Fundamentals

Diffusion Fundamentals IconInterdisziplinäres Online Journal für Diffusionstheorie in Kooperation mit der Universität Leipzig:
diffusion.uni-leipzig.de

Internationale Konferenzreihe:
saw-leipzig.de/diffusion